Wie immer am ersten Weihnachtstag, fand auch dieses Jahr wieder der
legendäre X-Mas Downhill in Gachnang statt (die einen nennen das Rennen
komischerweise auch Greencup...). Leider waren dieses Mal nur gerade 8
Fahrer am Start, dies war sicher auch auf das sehr schlechte Wetter
zurückzuführen. Ich und meine Kollegen Simon Diener und Markus Baumann
bildeten wie schon im letzten Jahr unsere eigene Kategorie und starteten mit
Quervelos. Die Streckenverhältnisse waren äusserst schwierig, nebst viel
Schnee war der Untergrund sehr weich und die unter dem Schnee versteckten
Wurzeln sehr rutschig.
Da alle Fahrer die Strecke schon gut kannten, wurde auf einen Trainingslauf
verzichtet und gleich mit dem Rennen begonnen. Mein erster Lauf war nicht
sehr erfolgreich, in der ersten Kurve fuhr ich gleich mal geradeaus,
kollidierte mit einem Baumstamm und musste über den Lenker absteigen...
Grund war akutes Bremsversagen! Die sonst schon sehr schwachen
Cantileverbremsen bremsten überhaupt nicht mehr, da sich die Felgenflanken
völlig verglasten. Unserem Querspezialisten und Topfavoriten Markus erging
es auch nicht besser, er fuhr wie immer die radikalsten Linien, musste aber
deswegen mehrmals zu Boden... So führte nach dem ersten Lauf Simon, der als
Einziger einen soliden Lauf runterbrachte.
Im zweiten Lauf war dann Attacke angesagt! Ganz nach dem Motto von Markus:
"Fuss runter und Göppel reinstellen", riskierte ich sehr viel und bin
etwa dreimal fast gestorben, aber irgendwie brachte ich den Lauf sturzfrei
runter und unterbot meine vorherige Zeit um über 20 Sekunden! Auch Markus
gab Vollgas, hatte aber erneut einen Sturz. Simon kämpfte ebenfalls mit den
Bedingungen und konnte sich nicht weiter steigern. Und so stand ich
schlussendlich als Sieger unserer internen Querkategorie fest!
Ein kurzer Rennbericht und Bilder gibt es auf dem
Blog von Laurens.

Warum eigentlich immer in die Ferne reisen, wenn es doch vor der Haustüre am schönsten ist? Kurz vor der Dämmerung ging ich heute runter zum Greifensee und schoss ein paar "coole" Fotos von der herrlichen Winterstimmung!

Zum Jahresende noch ein Erfolg am
Offroad X-Mas Race in der
Indoorhalle Möhlin. Ich holte mir den 2. Rang hinter dem aktuellen 2WD
Schweizermeister Patrick Hofer! Vor einigen Wochen verpatzte ich den SM-Lauf
auf dieser Strecke gründlich und so ist dieses Resultat eine kleine Wiedergutmachung.
Die Qualifikation verlief in meiner Gruppe ein bisschen chaotisch (das
Leistungsniveau war sehr unterschiedlich...) und obwohl ich alle meine
Vorläufe gewann, reichte es nur für den 4. Startplatz im A-Final. Die
Finalläufe waren alle ziemlich spannend und ausgeglichen. Im ersten Lauf
machte ich an 3. Stelle liegend einen Fahrfehler und genau da schlief der Streckenposten und ich
verlor 7 Sekunden in einer Runde. So beendete ich den Lauf nur auf dem 4.
Rang. Im zweiten Lauf konnte ich von einem Startcrash profitieren und gleich
einen grossen Vorsprung rausfahren. Patrick Hofer musste später noch mit
Defekt aufgeben und so konnte ich einen ungefährdeten Laufsieg feiern. Im
letzten Lauf bewies Patrick seine Klasse und holte sich einen souveränen
Start-Ziel-Sieg. Ich verlor bei den Überrundungen jedes Mal viel Zeit und
schaffte es dennoch auf den 2. Rang.
Ein Dank geht noch an
HRC Distribution,
welche den Anlass mit grosszügigen Sachpreisen unterstützte. (Ich bin
jetzt Besitzer von einem neuen, schönen
Green Power Ladegerät!
:-))
Rangliste
Die RC Car Saison 2010 neigt sich langsam dem Ende entgegen und die Ranglisten
der einzelnen Meisterschaften sind erstellt. Meine Bilanz fällt erneut eher
mässig aus. Auch dieses Jahr hatte ich mir einiges vorgenommen, aber
schlussendlich verbrachte ich wieder viel mehr Zeit auf dem Bike und
vernachlässigte mein Zweithobby ein bisschen. Und das fehlende Training wird
leider sofort mit schlechten Resultaten bestraft... In der
Schweizermeisterschaft bestritt ich nur 2 Läufe komplett (in Stäfa fuhr ich
nur die Vorläufe), daher bin ich weit hinten in der Rangliste zu
finden. Im Alpencup lief es besser, aber auch dort konnte ich nicht alle
Läufe bestreiten. Am besten war die EMBCM Clubmeisterschaft, dort verpasste
ich den Titel nur um winzige 5 Punkte.
Trotzdem hat es auch dieses Saison wieder sehr viel Spass gemacht und ich
freue mich bereits auf das nächste Jahr! Offroad Racing rules!!!
Rangliste EMBCM Clubmeisterschaft
Rangliste Alpencupmeisterschaft
Rangliste Schweizermeisterschaft
Falls jemand die letzten vier Wochen vergeblich auf ein Lebenszeichen von
mir wartete, hier kommt die Begründung. Ich gönnte mir eine kleine Auszeit,
fuhr nach Pisa und besuchte dort eine Sprachschule, um meine
Italienischkenntnisse zu vertiefen.
Am Morgen und Nachmittag musste ich jeweils die Schulbank drücken, danach
war ich in der Stadt unterwegs und widmete mich dem Italienischen
Lebensstil. Und natürlich hatte ich mein eigenes Mountainbike dabei und
trainierte oft in den naheliegenden Hügeln. Der schöne
Monte Serra wurde zu meinem neuen Hausberg!
;-)

Pünktlich auf die bevorstehende Wintersaison habe ich mein Cross Bike aufgerüstet. Der alte Aluminiumrahmen wurde durch einen neuen Carbonrahmen ausgetauscht. Es ist ein Price Prototyprahmen, welchen ich jetzt mal auf Herz und Nieren teste. Die Anbauteile konnte ich fast alle übernehmen, nur bei Sattel und Lenkerband habe ich auf "Zirkus" gemacht und ein knalliges grün von fi'zi:k ausgewählt. Der Winter kann kommen!

Nach langem hin und her wurde kurzfristig
entschieden, dass der letzte SM-Lauf statt im geplanten Frenkendorf, auf der
neuen Indoorstrecke in Möhlin
durchgeführt wird. Ich fand diese Idee ganz cool, schliesslich ist eine
Halle mit Dreck drin der Traum von so ziemlich jedem RC Fahrer! Die Jungs
dort hatten gute Arbeit geleistet und eine kleine, aber selektive Strecke
geschaufelt. Ein SM-Lauf mit über 50 Fahrern war allerdings ein bisschen am
Limit, der Boden riss an vielen Stellen auf und musste mehrmals notdürftig
repariert werden. Dennoch war es eine gelungene Premiere, es gab gute Rennen
und alle hatten ihren Spass!
Ich hatte erneut das Problem, dass ich im Training viel schneller unterwegs
war als in den Vorläufen. Dort fuhr ich zu verkrampft und zu vorsichtig und
so verpasste ich den A-Final Einzug um ein paar wenige Sekunden... So
startete ich aus der Pole Position in den B-Final. Diese Herausforderung war
dann nicht sonderlich gross, und ich gewann trotz einigen Fehlern alle meine
drei Läufe souverän.
Rangliste
Nach viel Modellauto war wieder mal das Mountainbike an der Reihe. Bei Kaiserwetter verbrachten wir ein Wochenende im schönen Livigno!
Am Samstag machten wir eine knackige Tagestour in der Region Passo Alpisella und Passo di Val Trela. Die Gegend kannte ich bereits vom Nationalpark Bikemarathon und von Snowboardtouren. Auch dieses Mal beeindruckte wieder die unglaubliche Schönheit der Landschaft.

Am Sonntag hatten alle ein bisschen schwere Beine und so gab es zuerst eine Shoppingtour im Dorf (zollfrei einkaufen bei diesem tiefen Euro-Kurs verführt sogar Männer in einen Kaufrausch... ;-)). Am Nachmittag tobten wir uns dann noch im grossen Bikepark aus. Viele verschiedene Strecken, wenig Leute und eine schnelle Seilbahn sorgten für viel Spass. Leider ist dabei ausgerechnet der vorsichtigste Fahrer unserer Truppe unglücklich gestürzt und musste mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht werden... Abgesehen von diesem Zwischenfall war es ein perfektes Wochenende in den Bergen!

SM-Lauf beim EOCD
Dielsdorf, bei besten Wetterbedingungen und einer sehr gut präparierten
Strecke. Zudem waren alle Topfahrer am Start, was spannende und
hartumkämpfte Rennen versprach.
Mir lief es leider nicht wirklich gut... Im Training war ich noch schnell
unterwegs, als dann die Zeit in den Vorläufen zählte, kam ich einfach nicht
auf Touren. Ich war über eine Sekunde zu langsam pro Runde, was bei diesem
starken Fahrerfeld einfach zu viel ist. So reichte es nur für den 13. Rang
nach der Qualifikation.
Im B-Final ging es dann wie gewohnt eher locker zu und her. Mit Gerd Pfeifer
(auch er erwischte nicht sein bestes Wochenende) plauderte und scherzte ich
die ganze Zeit, so dass das Fahren fast zur Nebensache wurde... ;-)
Schlussendlich der 12. Rang für mich.
Rangliste
Nach den Sattelegg Strapazen ging es weiter nach Dielsdorf, zur
Ausführung meines zweiten Hobby's. Der EOCD lud
zum traditionellen Nachttraining ein. Durch den Regen bot der Boden, ganz
untypisch für Dielsdorf, extrem viel Grip. So viel Grip, dass sich
irgendwann nach Mitternacht mein Differential verabschiedete... Aber es war
ein cooler Männerabend! ;-)
Hier noch ein gutes Video von Clubkollege Pascal Jutz!
Time Race
Bergfahren auf die Sattelegg bei strömendem Regen und kühlen 13 Grad (9 Grad
im Ziel!). Leider wagten sich bei diesen üblen Bedingungen nur gerade 18
Fahrer an den Start, schade...
Streckenrekorde wurden auch keine gebrochen, das Feld fuhr geschlossen bis
nach Vorderthal und dies in gemächlichen 15 Minuten. Im zweiten und
steileren Teil wurde das Tempo dann verschärft und das Feld fiel auseinander.
Ich war in der Spitzengruppe dabei und konnte lange Zeit mithalten. Als
später nochmals eine Attacke gefahren wurde, musste ich abreissen lassen und fuhr
dann alleine mein eigenes Tempo. Ein Fahrer überholte mich noch und so kam
ich als 8. ins Ziel. Da ich die letzten Wochen nicht viel auf dem Rad sass,
bin ich mit dieser Leistung ganz zufrieden!
Rangliste
(Ich bin nicht sicher, ob die Zeiten stimmen. Ich habe für mich eine 35:30
gemessen, dann wäre die Siegerzeit bei ca. 33 Minuten, was eher realistisch
ist. So langsam waren wir nun auch wieder nicht unterwegs... ;-)
Klein, aber fein! So konnte man unseren Alpencup-Lauf in
Altendorf
nennen. Leider war die Teilnehmerzahl eher bescheiden, die Gründe waren ein
Tourenwagen SM-Lauf in Lostallo und die bevorstehende Offroad-EM in Wien
(und natürlich das Schwingfest in Frauenfeld... ;-)). Das super Wetter, die
lockere Atmosphäre und spannende Rennen machten den Anlass dennoch zum
Erfolg.
Ich hatte Grund zur Freude, seit langem holte ich mir wieder mal einen
Podestplatz! Ich fuhr solide Vorläufe und qualifizierte mich als dritter für
die Finalläufe. Den ersten Finallauf musste ich allerdings nach 2 Minuten
abbrechen, da das Steuerrad meiner Fernsteuerung blockierte (kaum zu
glauben, was es nicht alles für Defekte gibt...). Im zweiten Lauf setzte ich
mich dann zu sehr unter Druck, machte viele Fehler und holte einen 4. Rang.
Der letzte Lauf gelang dann richtig gut und mit einem 3. Rang konnte ich mir
auch den 3. Gesamtrang sichern.
Rangliste
Ein weiteres Clubrennen, dieses Mal beim
EOCD Dielsdorf. Die Bahn
wurde frisch umgebaut, das neue Layout ist gut gelungen und macht viel
Spass.
Das Rennen selbst war für mich zum vergessen... Ich kam mit den sehr
rutschigen Verhältnissen überhaupt nicht zurecht und verkackte jeden Lauf.
Nur Rang 9...
Rangliste
Mein Bergfahrerherz machte heute erneut Freudensprünge!
Gotthard-Lukmanier-Oberalp. 157 Kilometer und 3300 Höhenmeter.
Mit sechs Kollegen aus der Hobbyrennfahrerszene machte ich eine super Tour
über drei sehr bekannte Pässe. Wir erwischten einen wunderschönen Tag, fast keine
Wolke stand am Himmel und die Temperaturen waren angenehm warm. Am Morgen
war es allerdings noch bitterkalt mit 7 Grad und so entschieden wir, ein
bisschen abzukürzen und fuhren mit dem Auto bis nach Hospental, wo wir einen
Parkplatz in der Sonne fanden um uns bereit zu machen.
Mit einem Kaltstart ging es gleich auf die Gotthardstrasse und rauf auf die
Passhöhe. Dann zügig runter ins Tessin bis nach Biasca. Wir waren bis
dorthin sehr schnell unterwegs, fuhren saubere Ablösungen und nutzten den
Windschatten perfekt aus. Von Biasca sind es dann fast 40 km bis auf den
Lukmanierpass. Es ist ein sehr schöner Aufstieg, nicht allzu steil, wenig
Verkehr und mit gutem Strassenbelag. Die Abfahrt nach Disentis runter könnte
allerdings ein bisschen steiler sein, man muss die ganze Zeit mittreten um
nicht stehenzubleiben. Von Disentis ging es weiter nach Sedrun und es folgte
der Aufstieg auf den Oberalppass. Am Anfang noch eher flach wird er gegen
Schluss ziemlich steil und man merkt langsam die Kilometer in den Beinen.
Die Abfahrt nach Andermatt ist dann wieder ein absolutes Highlight, sehr
schnell und flüssig und mit schön drehenden Kurven.
Top Tour durch eine atemberaubende Landschaft!

Beim Youtube stöbern wiederentdeckt! Killer Video von einer Killer Band!
Und wieder mal eine komplette Überholung für meine Website! Weg vom veralteten Tabellendesign, hin zu einem zeitgemässen und wartungsfreundlichen CSS Layout. Zudem weniger ist mehr, es sind nur noch die besten Fotos abgebildet und auch die Links wurden auf die für mich Wichtigsten beschränkt.
Einen grossen Dank möchte ich noch allen Fotografen aussprechen, deren Fotos ich zum Teil geklaut oder gratis bekommen habe! Es sind dies insbesondere Mick Gisel, Kurt Keller vom EOCD, die Parkmassaker-Kru und sonstige Freunde!
Falls die Seite oder deren Inhalt nicht richtig angezeigt werden, müssen Flash und Java installiert oder aktualisiert werden!
Ein weiteres Clubrennen auf unserer Bahn in Altendorf bei perfekten Bedingungen. In der Nacht hatte es noch geregnet und so war die Strecke den ganzen Tag leicht feucht und bot sehr guten Grip. Die 2WD Kategorie war mit 13 Fahrern gut besetzt und es gab wie erwartet wieder heisse Fights um die vorderen Ränge. Ich holte mir einen ersten, zweiten und dritten Rang für die Gesamtwertung. Nur Philip Jeisy war auch heute nicht zu schlagen und verdrängte mich auf den 2. Rang. Rangliste
Hier noch ein Video vom zweiten Lauf, welchen ich gewann. Philip Jeisy machte anfangs extrem Druck, fuhr aber immer fair und so holte ich mir den hartumkämpften Sieg!
Ein weiteres Mal ging es an den
Megavalanche Alpe d'Huez, das vielleicht beste Mountainbikerennen der
Welt! Mit
dabei meine Kollegen Markus Baumann, Sylvain Flouck und Christian Willi. Wir
reisten bereits am Dienstag Abend an, sodass wir stressfrei trainieren und
die schöne Gegend geniessen konnten. Das Wetter zeigte sich von der
wundervollsten Seite, jeden Tag war es heiss und die Trails staubtrocken.
Am Freitag stand wie üblich die Qualifikation für das Hauptrennen am Sonntag
auf dem Programm. Aus den ca. 1800 Startern wurden die schnellsten 348
Fahrer für den Sonntag zugelassen. Mir wurde aus unerklärlichen Gründen
dieses Mal eine sehr hohe Startnummer zugewiesen, das bedeutete, dass ich
voll auf Angriff fahren musste, damit es reichen würde. Ich reihte mich am
Start ganz rechts ein, da ich wusste, dass sicher das ganze Feld nach links
in die erste Kurve ziehen würde. Genau so war es dann auch, der ganze Haufen
zog nach links und ich hatte auf der rechten Seite genügend Platz, um an
allen vorbeizufahren und mich gleich in den ersten 20 einzureihen. Es geht
doch nicht über ein bisschen Rennerfahrung! ;-) Jetzt hiess es eigentlich
nur noch die Position zu halten und keinen Sturz oder Defekt zu riskieren.
So fuhr ich mit viel Flow und Spass in Richtung Ziel und konnte in einer
Gegensteigung nochmals einige Plätze gutmachen. Ich holte mir den 10. Rang
und die vielversprechende Startreihe D für das Hauptrennen! Erfreulich war,
dass unsere ganze Truppe die Qualifikation erfolgreich schaffte!
Rangliste Qualifikation
So hatten wir am Samstag einen freien Tag, den wir für ein weiteres
Highlight nutzten. Wir hatten alle unsere Rennräder dabei und fuhren den legendären Aufstieg nach Alpe d'Huez!
Zuerst rasten wir die 1100 Höhenmeter und 21 Kehren
ins Tal hinunter, dort gings dann einmal um den Kreisel und gleich wieder
nach oben. Natürlich waren wir nicht alleine unterwegs, unzählige
Radtouristen mühten sich ebenfalls ab, um einmal in den Genuss dieses
magischen Ortes zu kommen. Am Anfang ist es ziemlich steil, ein paar Kehren
später ist es dann ein ganz angenehmer Steigungswinkel und so waren wir
ziemlich locker fahrend nach einer guten Stunde über die Ziellinie gerollt.
Wow, zwei absolute Klassiker innerhalb einer Woche bewältigt!
Am Sonntag ging es dann um 6.00 Uhr in der Früh auf die Seilbahn Richtung
Start auf dem Gletscher. Die warmen Temperaturen liessen nichts gutes
erahnen, der Schnee am Starthang strahlte zwar glänzend vor sich hin, war
aber weich wie Butter. Kam noch dazu, dass wegen des langen Winters die
Schneepassagen dieses Mal besonders lang waren. Um 9.00 war der Startschuss
zum grossen Abenteuer. Die Schneedecke brach nach den ersten Fahrern gleich
auf, ein Fahren auf dem Bike war unmöglich und so musste halt, mit dem Bike
in der Hand, den Berg hinuntergerannt werden. Jedes Jahr verfluche ich
diesen Schnee und jedes Jahr schaffe ich es nicht, um aus einer guten
Startposition eine Topplatzierung rauszuholen. Die ganze Lauferei brauchte
extrem viel Kraft und so eierte ich im Volldelirium in den ersten
Singletrail nach dem Schnee. Die Schutzbekleidung sass auch nicht mehr
richtig und die Brille war beschlagen, es war also ein richtiges
Scheissgefühl die ersten paar Meter. Später ging es dann immer besser, ich
konnte mein eigenes Tempo fahren und viele Positionen gutmachen. Je näher
das Ziel rückte, desto schneller war ich unterwegs und desto mehr Spass
machte es. Am Ende reichte es für den 94. Rang!
Rangliste Hauptrennen

Mit Simon Diener fuhr ich für ein Wochenende nach Livigno. Mit im Gepäck
waren unsere Rennräder und wir hatten ein grosses Ziel vor Augen: Eine Tour
über den legendären
Stelvio
(Stilfser Joch)!
Wir starteten in Livigno und zum Aufwärmen ging es zuerst über den Ofenpass.
Dann das schöne Val Müstair hinunter, über die Grenze nach Italien und
weiter nach Prato. Nun wurde es langsam ernst, wir füllten nochmals die
Bidons und machten uns auf den langen Weg nach oben. Der Passo dello Stelvio
beeindruckt nur schon auf dem Papier: 1850 Höhenmeter und 48 Kehren!
In der ersten Kehre trennten wir uns, so dass jeder sein eigenes Tempo
fahren konnte. Ich fand gleich einen guten Rhythmus und kam ziemlich zügig
voran. Nach der Waldgrenze tauchte dann auf der linken Seite das Ortler
Massiv mit Gletscher auf, ein sehr beeindruckender Moment, welcher die
Strapazen gleich vergessen liess. Dies gab zusätzliche Motivation und die
letzten Kehren flog ich dann regelrecht den Berg hoch, was für ein geiles
Gefühl!
Dann folgt eine lange Abfahrt Richtung Bormio runter, wo es eine kurze
Spaghetti Pause gab. Es folgte nämlich gleich der nächste Anstieg, nochmals
ca. 1000 Höhenmeter rauf auf den Passo di Foscagno. Eine weitere schöne
Abfahrt folgte und zum Schluss noch ein kurzer Anstieg, um wieder nach
Livigno zu kommen.
Die Tour war zwar "nur" 130 Kilometer lang, aber mit 3800 Höhenmetern doch
recht anspruchsvoll. Ein fantastisches Erlebnis!

Eine kleine Schönheitskur für meinen geliebten Moots! Da ich mit der
Schaltqualität der Dura Ace 7900 nicht zufrieden war, kam es gerade gelegen,
dass ein Muster von Gore
RideOn Kabel in die Firma flatterte. Das ganze sogar noch in weiss, also
musste ich sie natürlich sofort montieren. Die Schaltung flutscht jetzt spürbar
besser und hat den Moots auch optisch aufgepeppt! Dann fand ich noch neue weisse
Lenkerendzapfen von
Ritchey im Mülleimer, auch diese wurden gleich verbaut. Und zu guter Letzt
habe ich noch die Aufkleber von den
DT Swiss Laufrädern
entfernt. Jetzt kommt der Rahmen viel besser zur Geltung und es sieht ein
bisschen mehr nach Understatement aus!
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein
Chris King
Tretlager, aber das spare ich mir noch für Weihnachten auf! ;-)
